Sie möchten eine Fußbodenheizung nachrüsten, ohne das halbe Haus aufzureißen? Im Altbau gibt es dafür drei Wege. Welcher davon passt, hängt allerdings vor allem von Ihrem Boden ab. Deshalb bekommen Sie den schnellen Überblick: Methoden, Kosten und Förderung.

Das Wichtigste in Kürze
- Fräsen ist meist schneller und günstiger als ein neuer Estrich: kein höherer Boden, keine Trocknungszeit.
- Ob Ihr Estrich geeignet ist, klärt eine Probebohrung.
- Mit Wärmepumpe ist die Fußbodenheizung ideal, weil sie mit niedriger Vorlauftemperatur auskommt.
- Wer gleichzeitig die Heizung tauscht, sollte die Förderung vor der Beauftragung klären.
3 Wege, eine Fußbodenheizung nachzurüsten
Welcher Weg passt, hängt vor allem von Ihrem vorhandenen Boden ab. Deshalb sehen Sie hier die drei Varianten im direkten Vergleich:
Fräsen
Bei vorhandenem Estrich
Zuerst fräsen wir schmale Kanäle in den Zement- oder Anhydritestrich, danach legen wir das Heizrohr hinein.
- Mehr Aufbauhöhe
- keine
- Trocknungszeit
- keine
- Fräsen + Rohre
- 1–2 Tage
Trockensystem
Bei Holzbalkendecken und Dielen
Hier kommen Systemplatten mit Rillen auf den vorhandenen Boden, und anschließend liegt das Heizrohr in den Rillen.
- Mehr Aufbauhöhe
- wenige cm
- Trocknungszeit
- keine
Neuer Estrich
Bei einer Kernsanierung
Zwar kommt der alte Boden komplett heraus, dafür lässt sich jedoch die Dämmung gleich mit erneuern.
- Mehr Aufbauhöhe
- ca. 8–12 cm
- Trocknungszeit
- mehrere Wochen
Fußbodenheizung nachrüsten mit Wärmepumpe
Heizkörper brauchen heißes Wasser, eine Fußbodenheizung dagegen nicht. Denn sie verteilt die Wärme über den ganzen Boden und kommt deshalb mit niedriger Vorlauftemperatur aus. Genau das macht eine Wärmepumpe effizient. Welche Voraussetzungen Ihr Haus dafür erfüllen sollte, erklärt die Verbraucherzentrale.
Wichtig ist außerdem ein berechneter Verlegeplan. Bei Wärmepumpen liegen die Rohre in der Praxis oft enger, zum Beispiel bei 10 cm. Den genauen Abstand berechnet jedoch der Fachplaner für jeden Raum.
Was kostet es, eine Fußbodenheizung nachzurüsten?
Fräsen und Rohrverlegung bekommen Sie bei uns ab 34 € pro m² netto. Bei 110 m² mit Zementestrich sind das zum Beispiel rund 3.750 € netto. Außerdem kommen je nach Projekt Verlegeplan, Verteiler, Anschluss durch den SHK-Fachbetrieb und der neue Bodenbelag. Den Festpreis nennen wir Ihnen deshalb erst nach der kostenlosen Besichtigung.
Förderung beim Fußbodenheizung nachrüsten
Die Fußbodenheizung allein ist kein eigenes Förderprogramm. Tauschen Sie jedoch gleichzeitig die Heizung, kommt die KfW-Heizungsförderung (458) infrage. Laut KfW-Merkblatt gibt es dort 30 % Grundförderung. Mit Boni sind grundsätzlich bis zu 70 % möglich, und die förderfähigen Kosten liegen bei höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit.
Ob und in welcher Höhe die Kosten für die Fußbodenheizung dabei berücksichtigt werden, klären Sie am besten vorab mit Ihrem Energieeffizienz-Experten.
Wichtig: Schließen Sie den Vertrag nur mit einer Förderbedingung ab, stellen Sie danach den Antrag, und zahlen Sie die Rechnung nicht bar.
Häufige Fragen zum Nachrüsten
Kann man in jedem Altbau eine Fußbodenheizung nachrüsten?
In fast allen Fällen ja, denn eine der drei Methoden passt meistens. Ob Ihr Boden fräsbar ist, klärt die Probebohrung in wenigen Minuten.
Wie lange dauert es, eine Fußbodenheizung nachzurüsten?
Fräsen und Rohrverlegung dauern meist ein bis zwei Tage. Danach folgen schließlich Anschluss und neuer Bodenbelag.
Kann ich die Fußbodenheizung auch nur im Bad nachrüsten?
Ja, denn gerade dort lohnt es sich besonders. Bei einer Badsanierung bauen wir die Fußbodenheizung gleich mit ein.
Funktioniert sie auch mit Gas oder Öl?
Ja. Wenn Sie jedoch später eine Wärmepumpe planen, sollte der Verlegeplan das schon jetzt berücksichtigen.
Fußbodenheizung nachrüsten in Bielefeld und OWL
Wir machen die Probebohrung und sagen Ihnen verbindlich, welche Methode passt und was sie kostet – kostenlos in Bielefeld, Gütersloh, Herford und ganz OWL.
Jetzt anrufen: 0521 75982444 Beratung anfragenStand: September 2026. Die Förderangaben entsprechen dem KfW-Merkblatt 458 (Stand 09/2026). Förderbedingungen können sich jedoch kurzfristig ändern. Dieser Beitrag ersetzt keine Energie- oder Steuerberatung. Verbindliche Auskünfte erhalten Sie bei der KfW und bei einem Energieeffizienz-Experten.

